St. Anna Klinik Löningen/Christliches Krankenhaus Quakenbrück

Herzlich willkommen auf der Internetseite des Schmerzmedizinischen Zentrums. Im folgenden möchten wir Ihnen einige Informationen zur Stationären Multimodalen Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen geben. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ihr Dr. Bernhard Birmes (Chefarzt) und das Team des Schmerzmedizinischen Zentrums





Unser Schmerztelefon für Sie:

Informieren Sie sich unverbindlich unter der Nummer
05432 / 969 - 333

Was ist unter der Stationären Multimodalen Schmerztherapie zu verstehen?

Mit zunehmender Dauer von chronischen Schmerzen treten Bahnungsphänome im Nervensystem auf, die bedingen, dass diese Schmerzen nicht mehr durch einzelne Therapieverfahren wie Medikamente oder Injektionen erfolgreich behandelt werden können.

Wir behandeln chronische Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen) nach einem sogenannten „multimodalen“ Therapiekonzept, das neben Medikamenten, Infusionen, speziellen Injektionen unter Röntgen- oder CT-Kontrolle und umfangreicher Physiotherapie auch Psychotherapie (z.B. Gespräche, Entspannungsverfahren) und die interdisziplinäre Absprache mit den erforderlichen medizinischen Disziplinen wie u.a. Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie oder Psychosomatik umfasst.

Bei diesem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell werden neben dem Auslöser eines Schmerzes auch die psychologischen und die sozialen Einflussfaktoren berücksichtigt und hierdurch die Chance auf eine Verbesserung der Schmerzsymptomatik erhöht.

Welche Indikationen gibt es?

Die multimodale Schmerztherapie eignet sich für Patienten mit chronischen Schmerzzuständen, die die mindestens drei der folgenden Merkmale aufweisen:
  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität u./od. der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag von vorheriger unimodaler Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder – fehlgebrauch
  • gravierende psychische Begleiterkrankung
  • gravierende somatische Begleiterkrankung



Wie sieht der Therapieablauf aus?

Es erfolgt eine mind. 7- tägige interdisziplinäre Behandlung unter Einbeziehung von mind. 2 Fachdisziplinen, davon eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Disziplin

Anwendung von mind. 3 der folgenden Therapieverfahren:

  • Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
  • Spezielle Physiotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie
  • Med. Trainingstherapie
  • Sensomotor. Training
  • Arbeitsplatztraining
  • Kunst- oder Musiktherapie oder sonstige übende Therapie
  • Überprüfung des Behandlungsverlaufs durch ein standardisiertes therapeutisches Assessment mit interdisziplinärer Teambesprechung.


Welche Methoden werden angewandt?

  • Medikamentöse Schmerztherapie
    (Tabletten, Tropfen, Pflaster, Infusionen z. B. bei massiven Schmerzen ggfs. zunächst patientenkontrollierte Analgesie mit Piritramid zum Ermöglichen von Physiotherapie, verschiedene Arzneimittelgruppen, gegebenenfalls Medikamentenkombinationen (WHO- Stufenschema), bei chronischen Schmerzen regelmäßige Einnahme)
  • Physiotherapie/ Bädertherapie
    (Krankengymnastik, Muskelaufbautraining / Medizinische Trainingstherapie, Rückenschule, Wärmeanwendungen / Kältetherapie, Manuelle Therapie, Massage, Bewegungsbad, Bäder mit verschiedenen Zusätzen, Elektrotherapie, Traktionsbehandlung, Lymphdrainage)
  • Stimulationsverfahren (z.B. TENS)
    Transcutane elektrische Nervenstimulation, verschiedene Programme
  • Ohr- und Körperakupunktur
  • Verschiedene Injektionstechniken (sogen. Nerven- und Gelenksblockaden)
    Wirbelsäulennah oft unter Röntgen- evtl. CT- Kontrolle, Facettenblockaden ( bei pseudoradikulären Schmerzen ), Wurzelblockaden ( bei radikulären Schmerzen ), Peridurale Einspritzungen ( evtl. PDK- Anlage), Sympathikusblockaden (bei sympathisch unterhaltenem Schmerzsyndrom ), Blockaden einzelner Nerven oder Nervengeflechte evtl. mit Katheteranlage, Triggerpunktinfiltration mit Lokalanästhetika
  • Verhaltenstherapeutische Verfahren
    (Progressive Muskelentspannung nach Jakobson, Autogenes Training, Psychologische Einzelgespräche mit Vermittlung von Schmerzbewältigungsstrategien)
  • Psychosomatische Therapie
  • Konsiliarische Unterstützung durch andere medizinische Fachdisziplinen
    (z. B. Unfallchirurgie / Orthopädie, Neurologie, Neurochirurgie, Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Psychiatrie)
  • Ergotherapie
  • Sozialberatung


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