Dr. Edda Ludwig - Leitende Oberärztin im Zentrum für Schmerztherapie Löningen


Herzlich willkommen auf der Internetseite des Schmerzmedizinischen Zentrums. Im folgenden möchten wir Ihnen einige Informationen zur Stationären Multimodalen Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen geben. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit zunehmender Dauer von chronischen Schmerzen treten Bahnungsphänome im Nervensystem auf, die bedingen, dass diese Schmerzen nicht mehr durch einzelne Therapieverfahren wie Medikamente oder Injektionen erfolgreich behandelt werden können.

Wir behandeln chronische Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen) nach einem sogenannten „multimodalen“ Therapiekonzept, das neben Medikamenten, Infusionen, speziellen Injektionen unter Röntgen- oder CT-Kontrolle und umfangreicher Physiotherapie auch Psychotherapie (z.B. Gespräche, Entspannungsverfahren) und die interdisziplinäre Absprache mit den erforderlichen medizinischen Disziplinen wie u.a. Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie oder Psychosomatik umfasst.

Bei diesem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell werden neben dem Auslöser eines Schmerzes auch die psychologischen und die sozialen Einflussfaktoren berücksichtigt und hierdurch die Chance auf eine Verbesserung der Schmerzsymptomatik erhöht.

Dr. Edda Ludwig und das Team des Schmerzmedizinischen Zentrums

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Unser Schmerztelefon für Sie:
Informieren Sie sich unverbindlich unter der Nummer:
05431 15 6777

 

Welche Indikationen gibt es?

Die multimodale Schmerztherapie eignet sich für Patienten mit chronischen Schmerzzuständen, die die mindestens drei der folgenden Merkmale aufweisen:

  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität u./od. der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag von vorheriger unimodaler Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder – fehlgebrauch
  • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • gravierende somatische Begleiterkrankung




Wie sieht der Therapieablauf aus?

Es erfolgt eine mind. 7- tägige in der Regel 2-3 Wochen dauernde interdisziplinäre Behandlung unter Einbeziehung von mind. 2 Fachdisziplinen, davon eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Disziplin.

Anwendung von mind. 3 der folgenden Therapieverfahren:

  • Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
  • Spezielle Physiotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie
  • Medizinische Trainingstherapie

Überprüfung des Behandlungsverlaufs durch ein standardisiertes therapeutisches Assessment mit regelmäßiger interdisziplinärer Teambesprechung.


Welche Methoden werden angewandt?

  • Medikamentöse Schmerztherapie
    Tabletten, Tropfen, Pflaster, Infusionen, verschiedene Arzneimittelgruppen, gegebenenfalls Medikamentenkombinationen bei chronischen Schmerzen, regelmäßige Einnahme nach festem Zeitschema
    bei Medikamentenabhängigkeit: kontrollierter Medikamentenentzug

  • Physiotherapie
    Krankengymnastik, auch auf neurophysiologischer Grundlage
    Krankengymnastik ZNS nach Bobath für Erwachsene
    Medizinische Trainingstherapie
    Muskelaufbautraining
    Nordic Walking
    Kraniosakrale Therapie
    Manuelle Therapie
    Atemgymnastik
    Manuelle Lymphdrainage
    Medizinische Fußpflege
    Fangopackungen
    Heißluft
    Klassische Massagen
    Fußreflexzonenmassage
    Elektrotherapien: TENS, Ultraschall, Reizstrom, Iontophorese, Kurzwelle, Rotlicht
    Eisbehandlung/Kryotherapie
    Heiße Rolle
    Schlingentisch
    Krankengymnastik Gerät
    Beckenbodengymnastik
    Behandlungen mit Bewegungsschienen
    Gangschulung
    Progressive Muskelentspannung nach Jakobson
    Bewegungsbad

 

  • Ohr- und Körperakupunktur

         

  • Verschiedene Injektionstechniken (sogen. Nerven- und Gelenksblockaden)
    Wirbelsäulennah oft unter Röntgen- evtl. CT- und Ultraschallkontrolle, Facettenblockaden ( bei pseudoradikulären Schmerzen ), Wurzelblockaden ( bei radikulären Schmerzen ), Peridurale Einspritzungen ( evtl. PDK- Anlage), Sympathikusblockaden (bei sympathisch unterhaltenem Schmerzsyndrom ), Blockaden einzelner Nerven oder Nervengeflechte, Triggerpunktinfiltration mit Lokalanästhetika

         

  • Psychosomatische und psychologische Therapie
    Im Rahmen eines ganzheitlichen medizinischen Konzeptes und individuell je nach Problematik der Schmerzpatienten ausgerichtet:
    - Einzel- und Gruppengespräche zur Vermittlung von Schmerzbewältigungsstrategien
    - Tiefenpsychologisch fundierte Einzelgespräche
    - Entspannungsverfahren

 

  • Konsiliarische Unterstützung durch andere medizinische Fachdisziplinen
    z. B. Unfallchirurgie / Orthopädie, Neurologie, Neurochirurgie, Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Psychiatrie

 

  • Ergotherapie

 

  • Ernährungsberatung

 

  • Sozialberatung



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